Rund ums Jahr passiert in der Natur sehr vieles. Auf dieser Seite werde ich dir alle 2 Monate einiges davon verraten. Vereinzelt füge ich auch eigene Fotos ein (Hyperlink im Text beachten). 

[Januar-Februar | März-April | Mai-Juni | Juli-August | September-Oktober | November-Dezember]


November-Dezember Ist der Laubfall beendet, beginnt der Spätherbst.

Der Rehbock wirft im November oder Dezember sein Geweih ab.

In strengen wintern kommen Seidenschwänze, Bergfinken, Tannenhäher und andere Vögel aus Nord- und Osteuropa und überwintern hier.

Das Hermelin verliert sein hellbraunes Haarkleid. Es wächst ihm ein weisses Winterfell. Andere Tiere bekommen ein dichteres Fell.

Männliche Stockenten wechseln im November ihr Gefieder und stellen vor der eigentlichen Paarungszeit im Frühling ihr prachtvolles Balzkleid zur Schau.

Die Schwarze Nieswurz blüht schon an Weihnachten und heisst deshalb auch "Christrose".

Marienkäfer, Florfliegen und manche Schmetterlinge haben sich in Dachböden, Zimmern und Kellern Verstecke gesucht, in denen sie den Winter verbringen.

Obstbaumzweige, die nach dem ersten Frost geschnitten und im Zimmer in eine Vase gestellt werden, blühen an Weihnachten oder spätestens im Januar.



September-Oktober Fallen die reifen Früchte der Rosskastanie, ist es Frühherbst. Mit der Laubfärbung der Stieleiche beginnt der Vollherbst.

Kreuz- und Zebraspinnen fangen in ihren Netzen dicke Fliegen und Heuschrecken und saugen sie aus. Durch diese üppige Ernährung reifen die Eier in den Spinnenweibchen. Sie werden immer runder, klettern schliesslich aus ihren Netzen und bauen abseits einen Behälter aus Seide. In diesen "Kokon" legen sie ihre Eier. Manche Jungspinnen überwintern in der Schutzhülle, andere schlüpfen schon im Herbst, stossen lange Fäden aus und lassen sich vom Wind davontragen.

Die Blätter werden bunt. Bäume bauen den grünen Farbstoff ihres Laubes ab und lagern die wertvollen Bestandteile im Stamm oder in den Wurzeln ein. Dadurch werden andere Farbstoffe, die bisher vom Grün überdeckt wurden, sichtbar. Der erste Frost verändert dann die Laubfärbung noch einmal.

In der Nacht sind die Igel unterwegs und futtern sich einen Speckvorrat für den Winterschlaf an.

Auf den Wiesen blüht jetzt die Herbstzeitlose (sehr giftig).

Schwalben versammeln sich zum Abflug in den Süden. Im Oktober fliegen sie schliesslich in den Süden.

Eidechsen und Schlangen geniessen die herbstliche Sonne. Bald werden sie sich in Erdhöhlen verkriechen und in einer Kältestarre den Winter überleben.

Frösche, Kröten und Molche wandern in ihre Quartiere, um zu überwintern. Manche verbringen die kalte Jahreszeit im Schlamm von Gewässern, andere vergraben sich in der Erde oder schlüpfen in feuchte Höhlen.

An feuchtwarmen Herbsttagen schieben sich in erstaunlich kurzer Zeit Pilzhüte aus dem Wald- und Wiesenboden.



Juli-August Die jungen Weisstörche sind flügge und verlassen den grossen Horst. Bis Ende August bleiben sie in Europa, dann fliegen sie nach Süden und überwintern in den Savannen Afrikas.

An Böschungen und Wegrändern blühen und fruchten die Disteln. Ihre Samen locken bunte Distelfinken an.

Warme Sommer sind gut für Rauch- und Mehlschwalben, denn sie finden viele Insekten und können nach dem Ausfliegen ihrer ersten Jungen wieder Eier legen und eine zweite Brut aufziehen.

Wenn der Winterroggen geerntet wird, ist es Hochsommer. Die ersten reifen Früchte früher Pflaumen zeigen den Spätsommer an.

Kröten und Frösche haben im Frühling Eier in Gewässer gelegt. Aus diesem Laich sind Larven geschlüpft, die Kaulquappen. Sie haben wie Fische im Wasser gelebt und verwandeln sich nun in kleine Frösche und Kröten, die im Hochsommer aus den Gewässern steigen und ein Leben an Land führen.

Die Brombeeren werden reif.

An den Kartoffelpflanzen die nicht gespritzt sind, findest du jetzt die gestreiften Kartoffelkäfer und ihre Larven.



Mai-Juni Wenn nun der Regen fällt, sucht sich jede Schnecke einen Hochzeitspartner.

Wenn die Sommerlinde blüht, ist es Frühsommer.

Im Mai ist die Rosskastanie mit Blütenkerzen bedeckt. Ein solcher Baum ist erfüllt vom Summen und Brummen der Bienen und Hummeln.

Mai- und Junikäfer, Hirsch- und Nashornkäfer schlüpfen aus der Erde, wo sie mehrere Jahre lang als weisse Käferlarven gelebt haben.

Rehe haben jetzt Junge. Durch ihr getupftes Fell sind die Kitze in den Wiesen gut getarnt.

Im Juni schwärmen die Bienen. Bevor die junge Königin schlüpft, versammelt die alte Königin einen Teil des Volkes um sich, verlässt den Bienenstock und sucht eine neue Behausung.

Die Mauersegler sind wieder da! Anfang Mai rasen die dunklen Vögel mit den sichelförmigen Flügeln über die Dächer der Häuser.

Auf Waldlichtungen blüht der giftige Rote Fingerhut.

In warmen Juninächten fliegen die Glüh- oder Johanniswürmchen. Das sind 8-10 mm lange Käfer, die Leuchtorgane am Hinterkörper haben.



März - April Das Blühen der Salweide kennzeichnet den Erstfrühling, die Apfelblüte den Vollfrühling.

Die Nadelbäume blühen. Bei Wind treibt ihr Blütenstaub wie Wolken über das Land und bildet am Rand von Gewässern einen gelben Ufersaum.

Zitronenfalter und Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge und Trauermantel haben als fertige Schmetterlinge den Winter überlebt und flattern schon an warmen Märztagen umher. Andere Falter schlüpfen erst im Frühling aus den Puppen.

Grasfrösche und Erdkröten wandern an regnerischen Abenden aus den Überwinterungsverstecken an Teiche, in denen sie sich paaren und Eier ablegen.

Im Park blühen Krokusse, in Kiesgruben der Huflattich und in den Laubwäldern drängen die ersten Blätter des Bärlauches ans Licht.

Mitte März kommt die Bachstelze zurück. Sie sucht Nischen unter Steinen oder in Mauern und baut darin ihr Nest.

Der Igel erwacht aus dem Winterschlaf und sucht laut schnüffelnd nach Würmern, Käfern und Schnecken zum Fressen.

Ende April ruft der Kuckuck seinen Namen. Er hat in Afrika überwintert und kommt nun in sein europäisches Brutgebiet.

Jetzt werden die Märzhäschen geboren. Jede Feldhäsin scharrt eine flache Mulde in den Boden und bringt dort ihre Jungen zur Welt. Kleine Feldhasen sind bei der Geburt schon behaart und können sehen und hören.



Januar - Februar Wenn die Schneeglöcklein blühen, beginnt der Vorfrühling.

Bei hoher Schneelage und strengem Frost kommen im Januar Rehe und Hirsche an die Futterstellen.

Im Februar verliert der Rothirsch sein Geweih. Es besteht aus toten Knochen, die jetzt abgestossen werden.

Die Singdrossel und Amsel beginnen mit ihrem Gesang.

Von Mitte Januar bis Mitte Februar dauert die "Ranzzeit" (=Paarungszeit) der Füchse.

Die Waldkauzweibchen legen im Februar schon die ersten Eier in Baumhöhlen und beginnen mit der Brut.

Den Rehböcken wachsen neue Geweihknochen, die von einer schützenden Nährhaut ("Bast") umgeben sind.

Die Feldlerchen sind in ihren Brutgebieten eingetroffen und die männlichen Lerchen fliegen singend steil in den Himmel.

Auf den Feldern beginnt die Hasenhochzeit. Die männlichen Hasen ("Rammler") umwerben die Häsinnen, laufen hinter ihnen her und überspringen sie. 

Als erste Jungtiere des Jahres sind kleine Wildschweine ("Frischlinge") geboren worden. Sie kommen in Nestern aus Zweigen und Laub zur Welt, die von den Muttertieren vorher selbst gebaut werden.



 

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Letzte Änderung: 29. Januar 2005

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